Glossar

Webdesign

    Definition und Begriff

    Der Begriff Webdesign bezieht sich auf die Gestaltung und Entwicklung von Websites. Es umfasst zum einen die visuelle Gestaltung einer Website und Strukturierung von Inhalten. Gutes Webdesign sollte benutzerfreundlich sein, dafür sorgen, dass die Website übersichtlich und leicht zu nutzen ist und Informationen schnell und einfach zugänglich sind. Der technische Aspekt der Entwicklung und Programmierung einer Website wird hingegen als Webentwicklung bezeichnet.

    Warum gutes Webdesign wichtig ist

    Webdesign ist für die Entwicklung von Websites von großer Bedeutung. Eine gut gestaltete Websites spricht für Qualität, erzeugt Vertrauen und sorgt dafür, dass Inhalte gut zu konsumieren sind. Eine modern gestaltete Website mit hochwertigen Inhalten ist interessanter für Besucher und sorgt für eine höhere Verweildauer auf der Website. Gutes Webdesign ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Positionierung der Website in Suchmaschinen. Schlechtes Webdesign hingegen kann den Erfolg einer Website minimieren und dafür sorgen, dass die Website keine gute Performance abliefert. 

    Worauf man beim Website-Design achten sollte

    Es gibt beim Webdesign einige Faktoren, auf die man achten sollte, um sicherzustellen, dass man eine gute Website entwickelt. Hier sind einige Punkte, die man bei der Gestaltung von Websites mindestens beachten sollte.

    • Optische Gestaltung: Eine visuell ansprechende Gestaltung trägt dazu bei, dass die Website für die Besucher interessant ist und qualitativ hochwertig und professionell wirkt.

    • Benutzerfreundlichkeit: Die Website sollte leicht zu navigieren und zu konsumieren und zu navigieren sein.
    • Zugänglichkeit: Eine Website sollte für alle Benutzer zugänglich sein, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder ihrer Ausstattung (Barrierefreiheit).

    • Interaktivität: Es sollten Möglichkeiten für die Interaktion mit Besuchern integriert werden, um die Nutzung der Website attraktiv zu machen. 

    • Inhalte: Der Content der Website muss so in Szene gesetzt werden, dass dieser wichtige Botschaften an geeigneten Stellen wiedergibt und Besucher Informationen leicht zugänglich finden.

    • Branding: Die Website sollte optisch die visuelle Identität des Unternehmens oder der Organisation repräsentieren.
    • Technische Aspekte: Eine Website sollte schnell laden, stabil laufen und auf verschiedenen Geräten und Browsern gut dargestellt werden (Responsive Webdesign). 

    • Technische Umsetzbarkeit: Die Umsetzbarkeit eines aufwendigen Designs kann für Webentwickler oftmals eine technische Herausforderung darstellen. Daher empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit den Entwicklern.

    UX-Design

    Als UX-Design, oder auch User-Experience-Design, bezeichnet man die Gestaltung von digitalen Lösungen mit dem Ziel, eine positive Benutzererfahrung zu schaffen. Dies erfordert es, sich in den Nutzer hineinzuversetzen und so ein Konzept zu entwickeln, damit die Nutzung der Website für den Nutzer möglichst angenehm wird. Dafür ist die Durchführung von Tests nötig, um die Benutzererfahrung auf einer Website zu analysieren und zu verbessern. Personen, die sich mit UX-Design beschäftigen, werden UX-Designer genannt. Sie arbeiten eng mit dem Design-Team und auch den Webentwicklern zusammen, um die Website möglichst intuitiv und zugänglich zu realisieren.

    UI-Design

    Als UI-Design oder auch User-Interface-Design bezeichnet man die Gestaltung der visuellen Aspekte einer digitalen Anwendung. Bei Websites umfasst dies die Erstellung von Layouts, Typografie und grafischen Elementen und Farbschemata. Personen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, werden als UI-Designer bezeichnet. Sie arbeiten ebenfalls eng mit dem Design-Team und Webentwicklern und UX-Designern zusammen. Gutes UI-Design führt zu einer einfach zu nutzenden und intuitiv gestalteten Anwendung, die schneller verstanden und genutzt werden kann.

    Website Layout

    Der Begriff Layout bezieht sich auf die Art und Weise, wie die Inhalte auf einer Website angeordnet sind. Es umfasst die Platzierung von einzelnen Elementen wie Texten, Bildern, Videos auf einer Website. Ein gutes Layout sollte dafür sorgen, dass eine Website übersichtlich ist und leicht zu navigieren ist. Zudem sollte es helfen, dass der Content der Website möglichst gut zu konsumieren ist. Die wichtigsten Informationen müssen schnell ersichtlich sein und die Augen des Betrachters auf die wichtigsten Elemente gelenkt werden. Das Layout spielt eine wichtige Rolle für die Nutzererfahrung.

    Webdesigner

    Ein Webdesigner ist eine Person, die für die Gestaltung und Entwicklung von Websites verantwortlich ist. Zu den Aufgaben zählen das visuelle Design, als auch die Benutzerfreundlichkeit und die technische Umsetzung. Webdesigner arbeiten oft eng mit UX-Designern und Webentwicklern zusammen. 

    Webagentur

    Eine Webagentur ist eine Agentur, die sich auf die Entwicklung und Gestaltung von Websites spezialisiert hat. Aufgaben wie die Erstellung von Designs, Layouts, die Programmierung von Websites und die Optimierung einer Website für die Suchmaschinen (SEO) gehören zu den täglichen Aufgaben in einer Webagentur. Eine Webagentur verfügt über weitreichende Erfahrung in der Gestaltung und Realisierung von Web-Projekten und über Mitarbeiter aus den jeweiligen Aufgabengebieten oder über Netzwerkkontakte zu solchen Spezialisten, die dann als Freelancer für die Agenturen tätig sind.

    Visuelle Hierarchie auf einer Website

    Die visuelle Hierarchie ist ein wichtiger Faktor für die Gestaltung von Webseiten. Sie bezieht sich auf die Anordnung einzelner Elemente auf einer Webseite. Ein entscheidendes Kriterium ist deren Wichtigkeit im direkten Vergleich zueinander. Eine gute visuelle Hierarchie stellt sicher, dass wichtigste Informationen für den Benutzer direkt ersichtlich sind. Eine Möglichkeit, die Hierarchie zu beeinflussen, wäre der Einsatz verschiedener Schriftgrößen und Farben für Überschriften und Textabschnitte. Auch Bilder können durch verschiedene Größen und eine prominentere Platzierung in der Hierarchie entsprechend herab- oder abgestuft werden.

    Der Nutzen von Wireframes

    Wireframes sind ein wichtiger Bestandteil im Webdesign-Prozess. Sie sind Skizzen, die die grundlegende Struktur und das Layout einer Website darstellen, bevor der eigentliche Design-Prozess beginnt. Wireframes zeigen zwar die Platzierung von verschiedenen Elementen auf der Seite, sie enthalten aber keine Farben, fertig designte Elemente oder Angaben zur späteren Typografie der Website. Sie sind eher ein Gittermodell und dienen als visuelle Hilfe für das Design-Team. Sie werden auch verwendet, um vor dem Design-Prozess ein Feedback von Kunden über den strukturellen Aufbau der Website einzuholen.

    Responsive Webdesign

    Responsive Webdesign ist ein Konzept, welches vor einigen Jahren eingeführt wurde, um Webseiten auf verschiedenen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Desktops gleichermaßen korrekt darzustellen. Durch diese Methode wird die Website durch CSS-Media-Queries dynamisch an die Bildschirmgröße des Geräts anpasst, mit dem der Besucher die Website anzeigt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Website auf dem jeweiligen Endgerät gut lesbar und bedienbar ist. So kann vermieden werden, dass die Benutzer eine viel zu klein dargestellt Desktop-Variante auf zoomen müssen. Responsive Webdesign erleichtert nicht nur die Navigation innerhalb der Website, es sorgt auch dafür, dass die gesamte Nutzererfahrung verbessert wird. 

    Best Practices bei der Erstellung von Websites

    Bestimmte Praktiken, die bei der Erstellung und Pflege von Webseiten befolgt werden sollten, sind sogenannte Best Practices. Hier sind einige Beispiele für Best Practices bei der Erstellung von Websites:

    • Nutzung von Responsive-Webdesign
    • Verwendung einer verständlichen Navigation
    • Qualitativ hochwertiger Inhalt
    • SEO-Optimierung für Suchmaschinen
    • Verwendung einer geeigneten Typografie
    • Berücksichtigung visueller Hierarchie
    • Nutzung von ALT-Attributen bei Bildern
    • Optimierung der Ladegeschwindigkeit
    • Einhaltung von Standards der Barrierefreiheit
    • Einhalten von Sicherheits-Standards

    Above the fold

    Der Begriff  "Above the fold" stammt ursprünglich aus der Zeitungsbranche. Er bezieht sich auf den Bereich einer Zeitungsseite, der nach dem Falten der Zeitung noch direkt ersichtlich war, ohne die Zeitung aufzuklappen. Bei Websites bezieht sich der Begriff auf den Bereich einer Website, der ohne scrollen zu müssen sofort sichtbar ist, egal mit welchem Endgerät die Website betrachtet wird. Dieser Bereich wird auch als Header-Bereich der Website definiert und hier ist in der Regel oft auch die Hero-Area einer Website zu finden. Es ist der Bereich, in welchem der Besucher noch seine ganze Aufmerksamkeit auf die Website richtet. Daher sind hier in der Regel die wichtigsten Elemente wie eine einprägsame und wirkungsvolle Headline, ein unterstützendes, emotionales Bild oder ein Video zu finden. 

    Below the fold

    Der Begriff  "Below the fold" steht für den Bereich einer Website, der erst nach dem Scrollen für den Besucher sichtbar wird und der auf den Bereich "Above the fold" folgt.

    Best Practices bei der Erstellung von Websites

    Bestimmte Praktiken, die bei der Erstellung und Pflege von Webseiten befolgt werden sollten, sind sogenannte Best Practices. Hier sind einige Beispiele für Best Practices bei der Erstellung von Websites:

    • Nutzung von Responsive-Webdesign
    • Verwendung einer verständlichen Navigation
    • Qualitativ hochwertiger Inhalt
    • SEO-Optimierung für Suchmaschinen
    • Verwendung einer geeigneten Typografie
    • Berücksichtigung visueller Hierarchie
    • Nutzung von ALT-Attributen bei Bildern
    • Optimierung der Ladegeschwindigkeit
    • Einhaltung von Standards der Barrierefreiheit
    • Einhalten von Sicherheits-Standards

    Nützliche Tools für Webdesigner

    Webdesigner verwenden eine Reihe von Tools zur Gestaltung von Webseiten. Einige der wichtigsten Tools, die Webdesigner heute verwenden, sind:

    • Adobe Creative Suite: Ein umfassendes Set von Tools für die Gestaltung von Websites, einschließlich Photoshop, Illustrator und Adobe XD.

    • Sketch: Ein Tool für die Erstellung von Wireframes und Prototypen.

    • Figma: Ein browserbasiertes Tool für die Zusammenarbeit und die Erstellung von Wireframes, Prototypen und Designs.

    Was Webdesign kostet

    Eine häufig gestellte Frage im Zusammenhang der Webseitenerstellung, ist die Frage nach den Webdesign-Kosten. Leider kann man auf diese Frage keine pauschale Antwort geben. Bei der Preisbestimmung kommt es auf sehr viele verschiedene Faktoren an. Einige davon sind:

    • Größe und Umfang: Eine einfache Website mit wenigen Seiten und Funktionalität wird in der Regel weniger kosten als eine große Website mit vielen Seiten und Funktionen. 

    • Design und Layout: Die Erstellung eines individuellen Designs verursacht zusätzliche Kosten.

    • Funktionalitäten: Eine Website mit einfachen Funktionalitäten kostet weniger, als eine Website mit umfassenden und individuell zu programmierenden Funktionen.

    • Content-Erstellung: Die Erstellung von Inhalten erfordert in der Regel viel Zeit und verursacht daher auch zusätzliche Kosten.

    • Erfahrung und Qualifikation: Ein erfahrener und qualifizierter Webdesigner wird in der Regel mehr kosten als ein weniger erfahrener Designer. Eine Agentur mit eigenen Räumlichkeiten, Verbindlichkeiten, mehreren Mitarbeitern und einem umfassenderen Service veranschlagt höhere Kosten

    Einen großen Unterschied macht es, bei wem Sie sich die Website erstellen lassen. Eine einfache Website bei einem Studenten kann bereits für wenige hundert Euro erstellt werden. Bei einem einzelnen Webdesigner/Entwickler kann man von einem Preis zwischen 1.000 Euro bis 3.000 Euro rechnen. Agenturen verlangen Preise zwischen 5.000 Euro bis zu hohen 5-stelligen Summen für komplexere Websites und umfassenderer Leistung.

    Generell sollten Sie sich immer Fragen, welches Ziel Sie mit Ihrer Website erreichen möchten und welche Lösung die zielführende Variante für Sie ist. 

    Webdesign Trends 

    Webdesign unterliegt einem ständigen Wandel und die Art wie Webseiten gestaltet werden änderte sich im Laufe der Zeit gewaltig. Dies wurde auch durch die Einführung neuer Technologien und Konzepte der Webentwicklung möglich.  So waren Websites früher statisch und sind heute sehr dynamisch und interaktiv. Man sprach damals vom Begriff Web 2.0. Heute gibt es fast jedes Jahr neue Trends im Webdesign. Einige davon sind:

    • Die Gestaltung mit Farbverläufen
    • Minimal & Clean Design
    • Große und hervorstechende Typografiekonzepte
    • Interaktiv gestaltete 3D-Elemente
    • Neumorphismus
    • Micro-Interactions
    • Dark-Mode Konzept
    • Scrolling Effekte

    Generell sollte man aber nicht jedem Trend hinterherrennen und nur die Trends für die eigene Website übernehmen, die zum Einsatzzweck der Website und zum Unternehmen selbst passen. 

    Künstliche Intelligenz im Webdesign

    Das Künstliche Intelligenz oder auch Artifical Intelligence (AI) ist ein sehr aktuelles Thema. Mit modernen Entwicklungen enthält Maschine Learning Einzug in verschiedene Bereiche. Auch im Webdesign kann AI eingesetzt werden, um zum Beispiel die Nutzererfahrung auf einer Website zu verbessern. Hier wären etwa Chat-Bots zu nennen, die durch AI interaktiver werden. Eine weitere Möglichkeit wäre die Generierung von Inhalten wie Texten und Bildern. Dies könnte im Webdesign zum Beispiel Platzhalter-Texte wie "Lorem-ipsum"-Texte überflüssig machen. Ebenfalls könnte Bilderkennung dazu verwendet werden, den Inhalt von Bildern zu bestimmen und diese dann automatisch mit einem Alt-Attribut zu beschriften, was die Barrierefreiheit der Website und die Lesbarkeit durch Suchmaschinen erhöht. Ein spannendes Thema ist auch die Analyse des Nutzerverhaltens auf einer Website. Hier könnte KI erkennen, welche Elemente zielführend sind und wo Optimierungen zu mehr Erfolg verhelfen könnten. 

    Webdesign Inspiration

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Quellen für Inspirationen bei der Gestaltung von Websites. Man sollte aber bedenken, dass viele Designs auf solchen Plattformen oftmals schick aussehen, aber so niemals als echte Website umgesetzt werden. Diese dienen dann eher der Portfolio-Bildung von Designern.  Bekannte und umfassende Inspirationsquellen für Webdesign sind zum Beispiel die Websites Behance, Dribbble oder Awwwards.

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