Glossar

Redirect

    Definition

    Als Redirect bezeichnet man eine Methode, bei der ein Besucher einer Webseite von einer URL auf eine neue URL umgeleitet wird. Dies kann zum Beispiel nötig sein, wenn sich die Struktur einer Webseite ändert oder Inhalte verschoben wurden. Dadurch wird sichergestellt, dass ein Besucher trotzdem auf einer gültigen Webseite landet. 

    Arten von Redirects

    Es gibt viele verschiedene Redirect-Arten, die je nach Situation andere Auswirkungen haben und für unterschiedliche Ziele eingesetzt werden können.
    Hier sind einige der wichtigsten Redirects und deren Verwendung:

    301-Redirect

    Permanenter Redirect, der signalisiert, dass die umgeleitete Seite dauerhaft an einen anderen Ort verlegt wurde. 

    302-Redirect

    Temporärer Redirect, der signalisiert, dass die Umleitung vorübergehend ist. 

    303-Redirect

    Ein Redirect, der die Anfrage auf eine andere URL umgeleitet, jedoch die POST-Methode zur Übertragung von Daten verwendet.

    307-Redirect

    Temporärer Redirect, der jedoch verlangt, dass der Client die Anfrage mit der gleichen Methode wie die ursprüngliche Anfrage erneut sendet.

    308-Redirect

    Permanent Redirect, der die Anfrage mit der gleichen Methode wie die ursprüngliche Anfrage erneut sendet.

    Redirect Arten

    Wie Redirects auf der Server-Seite oder auf der Client-Seite eingerichtet werden.

    Serverseitiger Redirect

    Ein Serverseitiger-Redirect wird auf der Server-Seite durchgeführt. Hierfür können Techniken und Methoden wie die .htaccess Datei, PHP oder ASP verwendet werden. Diese Methode erfordert Zugriff auf die Server-Konfiguration und ist am schnellsten und besten im Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung.

    • HTTP-Statuscode-Redirect: Serverseitiger-Redirect, indem ein bestimmter HTTP-Statuscode zurückgegeben wird.
    • PHP-Redirect: Serverseitiger-Redirect, indem PHP verwendet wird, um die Umleitung auszuführen.
    • ASP-Redirect: Serverseitiger-Redirect, indem ASP verwendet wird, um die Umleitung auszuführen.
    • .htaccess-Redirect: Serverseitiger-Redirect über Redirect-Rules in der htaccess-Datei.

    Clientseitiger Redirect

    Ein Clientseitiger-Redirect wird auf der Client-Seite beim Besucher im Browser durchgeführt. Dazu werden zum Beispiel Meta-Tags oder JavaScript verwendet. Diese Methode erfordert zwar keinen Zugriff auf die Server-Konfiguration, ist aber langsamer als Serverseitige-Redirects, weil die Daten vor dem Redirect erst zum Client übertragen werden müssen. 

    • Meta Refresh: Ein Meta-Tag wird im HTML-Code eingefügt, der dem Browser mitteilt, die aktuelle Seite auf eine andere Seite umzuleiten.
    • JavaScript-Redirect: Ein JavaScript-Code weist den Browser an, die aktuelle Seite auf eine andere Seite umzuleiten.

    Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung

    Redirects können positive, aber auch negative Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) haben. Ein korrekter Redirect trägt dazu bei, beitragen, dass Inhalte auch nach einer URL-Änderung weiterhin von Suchmaschinen gefunden werden. Zudem sorgen Redirects dafür, dass Besucher, die über Suchmaschinen auf eine nicht mehr existierende Site gelangen, nicht auf einer 404-Fehlerseite (Inhalt nicht gefunden) landen. Sie können jedoch auch dazu verwendet werden, mehrere URLs auf die gleiche Seite weiterzuleiten. Ein falsch eingerichteter Redirect kann hingegen dazu führen, dass eine Seite von Suchmaschinen nicht mehr gefunden wird oder eine Umleitungsschleife erzeugt wird, die die Verarbeitung der Site abbricht. Die Folge könnte sein, dass der Inhalt aus den Suchergebnissen entfernt wird. 

    Mögliche Probleme durch die Verwendung

    Bei unsachgemäßer Verwendung können Redirects auch zu Problemen führen. Ein häufiges Problem sind Redirect-Schleifen. Dies geschieht dann, wenn eine Seite immer wieder auf sich selbst oder auf viele aufeinanderfolgende Weiterleitungen führt. Die Auswirkung ist eine erhöhte Last am Webserver und ein möglicher Abbruch der Verarbeitung der Anfrage durch den Webserver. Unnötige und fehlerhafte Redirects können eine negative Auswirkung auf das Ranking in Suchmaschinen haben und dadurch die SEO-Leistung negativ beeinträchtigen. Gleiches gilt für fehlende Redirects, die in 404-Fehlern resultieren. Es sollte immer darauf geachtetn werden, dass beim Einsatz von Redirects der passende HTTP-Statuscode verwendet werden. Besonders der 301-Statuscode für dauerhafte Weiterleitungen und der 302-Statuscode für temporäre Weiterleitungen sollten bewusst eingesetzt werden.

    Redirects in WordPress einrichten

    Im CMS WordPress kann man Redirects über ein Plugin einrichten. Eines Plugins dafür ist zum Beispiel "Redirection". Nach der Installation und Aktivierung des Plugins kann man dann im WordPress-Backend unter dem Menüpunkt "Werkzeuge" und dann "Redirection" die gewünschten Weiterleitungen einrichten. Das funktioniert relativ einfach, indem man die alte URL eingibt und die neue URL, auf die weitergeleitet werden soll. Für Experten bietet das Plugin auch die Möglichkeit, umfassende Ausdrücke für solche Weiterleitungen anzulegen. 

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